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Philologenverband plädiert für verstärkte Auseinandersetzung mit Neonazismus in der Schule
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Philologenverband plädiert für verstärkte Auseinandersetzung mit Neonazismus in der Schule
by: polis at 23.11.2011 17:12:03
Philologenverband plĂ€diert fĂŒr verstĂ€rkte Auseinandersetzung mit Neonazismus in der Schule
Berlin (rdp/ots) - FĂŒr eine verstĂ€rkte AufklĂ€rung und eine intensivere Auseinandersetzung mit neonazistischem Gedankengut in deutschen Schulen hat sich der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin ausgesprochen.
AnlĂ€sslich der Debatte um den Rechtsterrorismus plĂ€dierte er dafĂŒr, neben der Behandlung des Nationalsozialismus im Unterricht auch vermehrt das Problem neonazistischer AktivitĂ€ten wie z.B. die Agitations- und Rekrutierungsformen des aktuellen Rechtsextremismus in den Fokus zu nehmen.
"Es geht darum, an den Schulen durch AufklĂ€rung und Vermittlung demokratischer Wertvorstellungen bereits im Vorfeld dem Extremismus den ideologischen NĂ€hrboden zu entziehen und die Nachwuchsrekrutierung auszutrocknen", sagte Meidinger. Positive RĂŒckmeldungen gebe es aus den Schulen insbesondere ĂŒber Diskussionsveranstaltungen mit Aussteigern aus der neonazistischen Szene.
Es sei schade, so Meidinger, dass solche Initiativen derzeit mehr von Einzelschulen sowie Institutionen und Stiftungen auĂerhalb der Schulen ausgingen, wĂ€hrend systematische Veranstaltungs- und Fortbildungskonzepte aus den Ministerien zum Teil noch vermisst wĂŒrden.
Konkret schlÀgt der Philologenverband eine gemeinsame Initiative von Bund und LÀndern vor, die folgende Bestandteile beinhaltet:
- ein bundeslĂ€nderĂŒbergreifendes schulisches MaĂnahmenkonzept gegen Gewalt und Extremismus
- ein flĂ€chendeckendes umfassendes Fortbildungsangebot zur "Erlebniswelt Rechtsextremismus" fĂŒr LehramtsanwĂ€rter,    LehrkrĂ€fte, Ausbildungsleiter und Schulleitungen
- die Entwicklung eines breiten Angebots an Veranstaltungen, Referenten und Ausstellungen zu dieser Thematik, auf das Schulen jederzeit zurĂŒckgreifen könnten
- die UnterstĂŒtzung von Schulen bei der Entwicklung von Projekten, MaĂnahmen und Konzepten zum Rechtsextremismus.
"Nach allem, was wir wissen, sind AufklĂ€rung und argumentative Auseinandersetzung in der Altersgruppe, die das Zielobjekt rechtsextremer Propaganda ist, oft sind das SchĂŒler, die wirksamste PrĂ€vention gegen Extremismus!",stellte Meidinger fest.


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