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Tauziehen um milliardenschwere Nachzahlungen in der Zeitarbeit
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Tauziehen um milliardenschwere Nachzahlungen in der Zeitarbeit
by: redaktion at 26.01.2012 10:55:55
Tauziehen um milliardenschwere Nachzahlungen in der ZeitarbeitÂ
CDU will AnsprĂŒche per Gesetz unterbinden
Hamburg / Berlin (rdp) - Nach Recherchen des Politikmagazins "Panorama" vom NDR im Ersten fordert der WirtschaftsflĂŒgel der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Zeitarbeitsfirmen vor "unbilligen HĂ€rten" durch Nachforderungen von Löhnen und ArbeitgeberbeitrĂ€gen zur Sozialversicherung zu schĂŒtzen. Diese milliardenschweren Lohn- und Sozialbeitragsnachzahlungen sind aufgrund einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes vom 14. Dezember 2010 fĂ€llig. Danach ist die "Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften fĂŒr Zeitarbeit und Personalserviceagenturen" (CGZP) keine Tarifpartei im Sinne des Gesetzes. Damit kann die jahrelang beanspruchte Ausnahmeklausel im Paragraph 9 des ArbeitnehmerĂŒberlassungs-Gesetzes nicht greifen, die die ausgezahlten niedrigeren Löhne legitimiert hĂ€tte.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Joachim Pfeiffer, begrĂŒndet seinen VorstoĂ in "Panorama" damit, dass es möglicherweise um mehrere Milliarden Euro Nachforderungen gehe und dadurch ArbeitsplĂ€tze und sogar die Zeitarbeitsbranche insgesamt gefĂ€hrdet seien. AuĂerdem argumentiert Pfeiffer mit dem Vertrauensschutz der Unternehmen im Hinblick auf die TarifvertrĂ€ge.
WĂ€hrend der Umfang der Lohnnachforderungen durch ehemalige Zeitarbeiter noch nicht bekannt ist, erwarten Experten schon jetzt milliardenschwere Nachforderungen der Sozialversicherungen. Diese gehen von einem unstrittigen Anspruch auf Beitragsnachzahlungen aus. Christian Zahn vom Verband der Ersatzkassen Deutschlands (vdek) hĂ€lt in "Panorama" seinen Verband sogar fĂŒr "verpflichtet, diesen AnsprĂŒchen auch nachzugehen. Wenn wir es nicht tĂ€ten, dann könnte man uns zu Recht den Vorwurf machen, wir wĂŒrden BeitrĂ€ge, die der Versichertengemeinschaft zustehen, nicht ordnungsgemÀà einziehen." Nach EinschĂ€tzung des Arbeits- und Tarifrechtsexperten Prof. Peter SchĂŒren ist das CDU-Argument des Vertrauensschutzes der Zeitarbeitsfirmen "irrwitzig", da jeder Arbeitgeber das Risiko hĂ€tte ausrĂ€umen können, indem er die TariffĂ€higkeit der CGZP hĂ€tte klĂ€ren lassen.
"Panorama": Donnerstag, 26. Januar, 21.45 Uhr


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